Wärme für heute und morgen
Bereits seit 1952 versorgen wir Hameln mit Fernwärme und sind mittlerweile Wärmelieferant für rund 1.450 Immobilien, Gewerbebetriebe sowie kommunale Einrichtungen
Die Fernwärmeversorgung ist denkbar komfortabel. Übergabestationen in den Gebäuden regeln die gewünschte Wärme gewissermaßen auf Knopfdruck. Unsere Industriekunden nutzen die Energie vorwiegend als Prozessdampf für den Betrieb ihrer Produktionsanlagen. Gefragt ist die Fernwärme auch als Prozessenergie zur Klimatisierung von Gebäuden und Rechenzentren sowie zur Versorgung von Kühlräumen in der Lebensmittelindustrie oder Medizintechnik.
Egal, für welchen Kunden: Wir liefern das circa 110 Grad heiße Heizwasser direkt durch unser 78,5 Kilometer langes Leitungsnetz an alle Verbraucher. Mehr dazu erfahren Sie unter folgenden Links:
Fernwärme für Privatkunden
Fernwärme für Gewerbekunden
Fernwärme für Industriekunden

Effiziente und komfortable Wärmeversorgung
Wer sich für Fernwärme entscheidet, vermeidet Emissionen aus einer eigenen Feuerungsanlage im Gebäude, wie sie beispielsweise beim Betrieb einer Öl- oder Gasheizung entstehen. Zudem kann durch die Nutzung von Fernwärme der Einsatz fossiler Brennstoffe reduziert werden.
Die Fernwärme für Hameln wird unter anderem mittels Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Dabei wird die bei der energetischen Verwertung von Abfällen anfallende Wärme zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Fernwärme genutzt. Durch dieses Verfahren erreichen wir mit unserer Anlage einen behördlich bestätigten Energienutzungsgrad von 80,9 Prozent (R1-Kennzahl: 0,809; Mindestwert für Müllverbrennungsanlagen: 0,60).
Zudem steht Fernwärme jederzeit uneingeschränkt zur Verfügung. Und das bei einer gleichzeitigen Raum- und Kostenersparnis: Die Übergabestationen benötigen erheblich weniger Platz im Haus als Tanks und Heizanlagen. Die Gebühren für Schornsteinreinigung und Emissionsmessungen entfallen komplett.
Niedriger Primärenergiefaktor
Für Neubauten und zahlreiche Bestandsmaßnahmen gelten heute die Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GmodG). Eine wichtige Berechnungsgröße ist dabei der Primärenergiefaktor des eingesetzten Energieträgers. Mit einem Primärenergiefaktor von 0,2 (Stand 11/2024) erfüllt unsere Fernwärme wichtige Anforderungen an eine energieeffiziente Wärmeversorgung und liegt deutlich unter den in der Tabelle aufgeführten Werten für Heizöl und Erdgas. Dies kann sich bei der energetischen Bewertung Ihres Gebäudes positiv auswirken.
| Energieträger | Primärenergiefaktoren fp (nicht erneuerbarer Anteil) |
| Heizöl | 1,1 |
| Erdgas, Flüssiggas | 1,1 |
| Braunkohle | 1,2 |
| Holz | 0,2 |
| Allgemeiner Strommix | 2,4 |
| Fernwärme der Enertec Hameln | 0,2 (Stand 11/2024) |
Werte aus DIN V 18599-1:2011-12, Tabelle A.1 – Primärenergiefaktoren
Aktuelle Informationen zur Heizungsförderung
Das bisherige Gebäudeenergiegesetz wurde durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ersetzt. Es bringt mehr Wahlfreiheit beim Einbau von Heizungen, neue Anforderungen an den Einsatz klimaneutraler Brennstoffe und angepasste Fördermöglichkeiten.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick
- Wegfall der festen 65%-Pflicht:
Die starre Vorgabe, jede neue Heizung sofort zu 65 % mit erneuerbaren Energien zu betreiben, wurde gestrichen. - Technologieoffenheit:
Eigentümer können bei der Wahl ihrer Heizungsanlage grundsätzlich wieder technologieoffen entscheiden. Der Einbau von Gas- und Ölheizungen bleibt weiterhin möglich; dabei sind die gesetzlichen Anforderungen an die künftige Nutzung klimaneutraler Brennstoffe zu beachten - Grüne Brennstoffquote:
Für bestimmte fossile Brennstoffe gelten ab 2029 schrittweise steigende Anforderungen an den Einsatz biogener oder anderer gesetzlich zugelassener klimaneutraler Brennstoffe. - Angepasste Förderung:
Die Förderhöhe richtet sich unter anderem nach den geltenden Förderbedingungen und kann von den persönlichen Voraussetzungen abhängen. Aktuelle Informationen finden Sie bei der KfW.
