FAQ – Antworten auf die häufigsten Fragen
Bei einer Verbrennungskapazität von 35.000t Trockensubstanz Klärschlamm pro Jahr, ergibt sich dann nicht ein erhöhtes Zusatzaufkommen an LKW-Verkehr an der MVA Bielefeld?
Durch den Betrieb der KVA, zu der LKW Klärschlamm und Betriebsmittel transportieren, wird sich das Fahrzeugaufkommen auf der Eckendorfer Straße leicht erhöhen. Diese Erhöhung liegt rechnerisch bei ca. 30 LKW am Tag.
Werden die LKWs mit dem Klärschlamm auch durch Baumheide fahren?
Die Anlieferung soll ausschließlich über die Eckendorfer Straße erfolgen und somit eine Belästigung der Bürger in Wohngebieten vermeiden.
Kommen dann Klärschlämme aus ganz Deutschland nach Bielefeld?
Das Klärschlammaufkommen allein in OWL beträgt insgesamt knapp 40.000t Trockensubstanz im Jahr. Das Konzept zur Klärschlammverwertung der MVA Bielefeld ist ein regionales Konzept, d. h. es geht um thermische Verwertung von Klärschlämmen aus der Region mit kurzen Transportwegen. Ein Klärschlammtourismus aus der ganzen Bundesrepublik ist dabei explizit nicht vorgesehen.
Stinkt der Klärschlamm? Würden Anwohner geruchsbelästigt?
In der Abkipphalle sowie dem Klärschlammbunker der KVA wird, wie bei der MVA Bielefeld auch, ein ständiger Unterdruck erzeugt und gehalten, der den Austritt von Geruchsemissionen in die Umgebung weitgehend verhindert. Die Anlieferung der Klärschlämme erfolgt in mit Deckel oder Planen geschlossenen LKW, wodurch die Geruchsbelästigung auf dem Weg zur KVA minimiert wird.
Wie ist das Phosphorrecycling geregelt?
Die in der Monoverbrennungsanlage anfallenden Klärschlammaschen (ca. 14.000 t pro Jahr) eignen sich grundsätzlich für die Rückgewinnung von Phosphor. Die Mengen übernimmt nach Inbetriebnahme der KVA vertraglich geregelt die Klärschlammverwertung OWL GmbH. Die anfallenden Klärschlammaschen müssen dann ab 2029 (AbfKlärV – Klärschlammverordnung) einem Phosphorrecycling zugeführt werden.
Wann wird die Anlage in Betrieb gehen?
Im Juni 2021 wurde der Antrag für die 2. Teilgenehmigung eingereicht, der mit dem positiven Bescheid Mitte Februar 2023 genehmigt worden ist. Die Vorbereitung des Baufeldes wurde Januar 2024 gestartet. Die Inbetriebnahme erfolgt voraussichtlich Ende 2027.